Krankenstand senken: 9 Maßnahmen für weniger Fehlzeiten im Unternehmen

Rekordhohe Krankenstände belasten Unternehmen finanziell und organisatorisch, was ein systematisches Fehlzeitenmanagement und gezielte Prävention unverzichtbar macht. Durch moderne Benefits wie Gesundheitsbudgets und flexible Arbeitsmodelle lässt sich die Mitarbeitergesundheit fördern und die Ausfallquote nachhaltig senken.
Eine Tasse, Brille und Taschentuchpackung stehen auf einem Tisch

Krankenstand senken: Das Wichtigste in Kürze

 

Krankenstand auf Rekordniveau:

Maßnahmen:

Präventive Benefits über become.1:

2024 waren es im Durchschnitt 14,8 Fehltage bzw. 5,93 %. Die Hauptursachen sind Atemwegsinfektionen, psychische Krankheiten und Muskel-Skeletterkrankungen

Fehlzeitenmanagement, Arbeitsschutz, ergonomische Arbeitsplätze, flexible Arbeitsgestaltung sowie eine starke, wertschätzende und gesundheitsorientierte Führungskultur können den Krankenstand reduzieren

Z. B. Gesundheitsbonus, Firmenfitness, Erholungsbeihilfe, Essens- und Kinderbetreuungszuschuss verringern krankheitsbedingte Fehlzeiten und entlasten gleichzeitig finanziell

Krankenstand senken: Status quo in Deutschland

Die Entwicklung des Krankenstands in den vergangenen Jahren zeigt einen besorgniserregenden Trend in Deutschland, denn er befindet sich aktuell auf Rekordniveau. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts waren Arbeitnehmer 2024 im Schnitt 14,8 Arbeitstage krank, das entspricht einem Krankenstand von 5,93 % und liegt nur knapp unter dem von 2023. Zum Vergleich: 1991 fehlten Beschäftigte im Durchschnitt 12,7 Krankheitstage, 2007 waren es nur 8,1 Tage – also rund 36 % weniger.

Graph über die Entwicklung der durchschnittlichen Krankentage je Arbeitnehmer

Krankenstand nach Branche

Schaut man in die Branchen, tritt der Unterschied klar hervor. Die höchsten Krankenstände fanden sich 2023 laut Statista in der öffentlichen Verwaltung sowie im Gesundheits- und Sozialwesen mit 7,5 %, gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe und Energie, Wasser, Entsorgung und Bergbau mit 7,3 % bzw. 7,4 %. Am anderen Ende liegen Banken und Versicherungen mit 4,5 % sowie die Land- und Forstwirtschaft mit 4,9 %.

Krankenstand nach Berufsgruppe

Ähnlich stark streuen die Berufsgruppen: Der Fehlzeiten-Report 2025 zeigt, dass akademische Tätigkeiten wie Hochschullehre im Schnitt mit nur 7,5 Krankheitstagen auskommen, während Berufe in der Ver- und Entsorgung auf 38,4 Tage und die Altenpflege auf 34,4 Tage pro Jahr kommen.

Graph über den Krankenstand nach Berufsgruppen

Krankenstand nach Altersgruppe

Mit zunehmendem Alter ändert sich vor allem das Muster der Erkrankungen. Jüngere Mitarbeiter haben häufiger kurze, akute Infekte oder Verletzungen, sind aber schnell wieder im Betrieb. In den höheren Altersgruppen dreht sich das Bild. Bei 60‑ bis 64‑Jährigen gehen fast ein Viertel aller Fehltage auf Muskel‑ und Skeletterkrankungen zurück, zusätzlich kommen rund 8 % Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen hinzu. Diese Diagnosen dauern im Schnitt deutlich länger als ein Infekt: Eine Atemwegserkrankung führt im Mittel zu etwa 5,9 Fehltagen, eine Muskel‑ und Skeletterkrankung zu rund 15,7 Tagen pro Fall, so der Fehlzeiten-Report.

Graph über Hauptursachen von Ausfalltagen nach Altersgruppe

Wie berechnet man den Krankenstand?

Um den Krankenstand in deinem Unternehmen zu berechnen, wird häufig die Krankenstandsquote herangezogen. Die Berechnung erfolgt nach einer einfachen Formel: Du teilst die krankheitsbedingten Fehlzeiten in Tagen durch die Soll-Arbeitstage und multiplizierst das Ergebnis mit 100. 

(Krankheitstage / Soll-Arbeitstage) x 100 = Krankenstand in %

Ein Beispiel: Wenn ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitern im Jahr insgesamt 2000 Fehltage verzeichnet und die Soll-Arbeitstage insgesamt 25 000 betragen, ergibt sich eine Krankenstandsquote von 8 %. Ein Vergleich mit Branchenwerten hilft dir, die eigene Quote besser einzuordnen und Maßnahmen zur Senkung des Krankenstands gezielt abzuleiten.

Gründe für Krankmeldungen

Die Ursachen für hohe Krankenstände sind vielschichtig und lassen sich grob in 4 Kategorien einteilen: 

  • physische Belastungen wie Atemwegsinfekte und Muskel-Skeletterkrankungen
  • psychische Erkrankungen
  • organisatorische Faktoren
  • persönliche Gründe


Atemwegserkrankungen als Hauptursache

Erkältungen, grippale Infekte, Bronchitis und Corona sind weiter die Hauptgründe für eine Krankmeldung. Laut dem TK-Gesundheitsreport 2025 stehen Atemwegserkrankungen ganz oben: Mit 428 Fehltagen sind sie die mit Abstand bedeutsamste Diagnosegruppe, wenn es um Fehlzeiten geht.

Im Alltag wirkt das oft harmlos, doch in der Realität sieht das anders aus. Wenn in einem Team ein Virus kursiert, fehlen deine Leute nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Erst erwischt es einen, dann zwei, dann die nächste Schicht. So entsteht direkt eine Krankheitswelle, obwohl es „nur“ um eine Erkältung geht. 

Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch

Direkt hinter den Atemwegserkrankungen folgen in vielen Auswertungen inzwischen psychische Diagnosen wie Depressionen, Erschöpfungszustände oder Angststörungen. Die TK zeigt, wie stark sich das verändert hat: Seit dem Tiefpunkt 2006 liegen die Fehlzeiten unter psychischen Diagnosen bei Berufstätigen heute um rund 155 % höher. 

Besonders kritisch: Psychische Erkrankungen dauern im Schnitt deutlich länger als andere Diagnosen. In den AOK-Daten zeigen rund 28,5 Tage je Fall, während der Durchschnitt aller Erkrankungen 10,5 Tage beträgt.

Muskel-Skeletterkrankungen

Auf Platz 3 der häufigsten Ursachen befinden sich Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems: Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle, Schulter‑ und Nackenprobleme. Oft denkt man dabei zuerst an die Pflege, das Lager oder den Bau – und klar, dort schlagen schweres Heben und monotone Belastungen besonders zu Buche.

Übersehen wird häufig aber der Büroalltag. Viele Mitarbeiter sitzen stundenlang in der gleichen Position, arbeiten am Laptop ohne vernünftige Bildschirmhöhe oder tippen dauerhaft am Küchentisch im Homeoffice. Die Folgen sind Verspannungen, Kopfschmerzen, Rückenbeschwerden – anfangs „nur“ lästig, später oft der Einstieg in wiederkehrende Krankschreibungen.

Graph über Fehltage je Fall nach Diagnose

Organisatorische Ursachen

Neben individuellen Gesundheitsproblemen spielen auch betriebliche Faktoren eine erhebliche Rolle bei hohen Krankenständen. Oft spiegeln sie, wie es im Unternehmen organisatorisch läuft. Zu knappe Besetzung, ständiges Einspringen, unklare Prozesse, fehlende Wertschätzung oder eine Führung, die nur Druck weitergibt – all das macht krank.

Die AOK weist in ihrem Fehlzeiten-Report 2024 nach, dass ein deutlicher Zusammenhang zwischen emotionaler Bindung an den Arbeitgeber und Fehlzeiten besteht: Beschäftigte, die emotional stärker an den Arbeitgeber gebunden sind, fallen seltener aus. Wer sich also wertgeschätzt fühlt und eine positive Unternehmenskultur erlebt, ist weniger krank.

 

Individuelle Faktoren

Deine Mitarbeiter kommen nicht als leere Hülle ins Unternehmen. Sie bringen ihren Lebensstil, ihre privaten Probleme und ihre Sorgen mit an den Arbeitsplatz. Dazu gehören ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Schlafprobleme, Suchtverhalten, aber auch hohe private Belastungen durch Pflege von Angehörigen oder finanzielle Sorgen. 

 

Diese persönlichen Faktoren wirken sich unmittelbar auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Fehlzeiten aus. Sie erhöhen das Risiko für körperliche Beschwerden ebenso wie für psychische Erkrankungen und verstärken Stress sowie Erschöpfung im Arbeitsalltag. Unternehmen können private Ursachen zwar nicht vollständig beeinflussen, sehr wohl aber abfedern, z. B. durch Benefits, die den Alltag entlasten.

 

Die Folgen von einem zu hohen Krankenstand

Ein hoher Krankenstand belastet auch die Arbeitgeber deutlich – und zwar finanziell, organisatorisch und kulturell. 

 

Direkte und indirekte Kosten von Krankmeldungen

Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, im Krankheitsfall den Lohn bis zu 6 Wochen pro Jahr in voller Höhe weiterzuzahlen. Danach übernimmt die Krankenkasse mit Krankengeld, aber die Kosten der Abwesenheit im Unternehmen bleiben. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin schätzt die volkswirtschaftlichen Produktionsausfälle wegen eines hohen Krankenstands auf ca. 134 Milliarden Euro bzw. den Ausfall an Bruttowertschöpfung auf 227 Milliarden Euro.

Für Unternehmen kommen zu den Lohnkosten noch indirekte Aufwände dazu: Überstunden für Kollegen, Kosten für Leiharbeit oder externe Unterstützung, Qualitätsverluste, Verzögerungen in der Auslieferung und im Zweifel unzufriedene Kunden.

 

Hoher Organisationsaufwand für HR

Für die Personalabteilung bedeutet jeder Krankheitsfall zusätzlichen Verwaltungsaufwand: Krankmeldungen müssen erfasst, Vertretungen organisiert, Rückkehrgespräche geführt und im Fall von längeren Ausfällen das betriebliche Eingliederungsmanagement eingeleitet werden. Bei chronisch hohen Krankenständen bindet dieses operative Geschäft erhebliche Ressourcen, die dann für strategische HR-Arbeit fehlen.

 

Hohe Belastung des Teams

In vielen Unternehmen brechen Krankheitswellen mitten in Projektspitzen über Teams herein, wenn der Stresslevel am höchsten ist. Wenn Key Player kurzfristig ausfallen, müssen Projekte mit neuen Verantwortlichkeiten geplant werden und Deadlines geraten ins Wanken. Gleichzeitig müssen verbleibende Teammitglieder die Arbeit mit auffangen. Das führt zu Mehrarbeit, Stress und dem Gefühl, für andere „mitarbeiten“ zu müssen. Häufige Kurzzeitausfälle stören Abläufe besonders stark und können die Motivation im Team deutlich drücken. 

 

Folgeeffekte

Hoher Krankenstand wirkt auch auf dein Employer Branding und deine Arbeitgeberattraktivität. Wenn sich herumspricht, dass Mitarbeiter häufig überlastet sind, Prozesse ständig unterbesetzt laufen und es kaum wertschätzende Benefits gibt, leidet dein Ruf als Arbeitgeber. Wenn du das ignorierst, riskierst du nicht nur einen kurzfristig hohen Krankenstand, sondern langfristig auch steigende Kündigungen, höhere Recruitingkosten und den Verlust von wertvollem Know-how.

 

9 Maßnahmen, um den Krankenstand zu senken

Du möchtest deinen Krankenstand senken? Die folgenden Maßnahmen helfen dir, Fehlzeiten wirksam zu reduzieren und gleichzeitig die Gesundheit und Zufriedenheit deiner Mitarbeiter zu stärken.

 

1. Fehlzeitenmanagement

Ein systematisches Fehlzeitenmanagement ist die Grundlage, um den Krankenstand nachhaltig zu senken. Nur wer die Fakten kennt, kann gezielt gegensteuern. Der erste Schritt besteht darin, Fehlzeiten strukturiert zu analysieren. 

  • Wie oft sind Mitarbeiter krank?
  • Wie lange dauern die Ausfälle?
  • Zu welchen Zeitpunkten häufen sich Krankmeldungen?
  • Gibt es Abteilungen mit überdurchschnittlich hohen Fehlzeiten?
  • Fallen bestimmte Wochentage auf?

Der Bradford-Faktor ist hier ein bewährtes Instrument, um auffällige Fehlzeiten zu identifizieren. Die Formel lautet: 

S² (Anzahl der Fehlzeiten) x D (Anzahl der Fehlzeitentage) = B (Bradford Faktor)

Dabei werden häufige Kurzzeit-Erkrankungen stärker gewichtet als seltene Langzeit-Ausfälle, weil sie den Betriebsablauf in der Regel stärker stören. Ein hoher Bradford-Score kann auf motivationsbedingte Abwesenheit bzw. Absentismus hindeuten und gibt dir die Möglichkeit, frühzeitig das Gespräch zu suchen.

 

2. Betriebliche Gesundheitsförderung

Wenn du deine Fehlzeiten verringern willst, kommst du an echter Prävention nicht vorbei. Genau hier setzt die betriebliche Gesundheitsförderung an: Du stärkst die Gesundheit deiner Leute, bevor sie ausfallen – und nutzt gleichzeitig steuerliche Spielräume, die der Gesetzgeber bewusst geschaffen hat. Dazu zählen z. B.:

  • Gesundheitsbonus: Über become.1 kannst du zum Beispiel einen Gesundheitsbonus einsetzen und damit zertifizierte Präventionskurse fördern. Solche Kurse sind nach § 20 SGB V anerkannt und von der Zentralen Prüfstelle Prävention der Krankenkassen zertifiziert. Sie decken Themen wie Bewegung, Ernährung, Stressbewältigung oder Suchtprävention ab.

     

  • Erholungsbeihilfe: Urlaub allein sorgt nicht immer für echte Erholung, vor allem wenn finanziell wenig Spielraum da ist. Mit einer Erholungsbeihilfe kannst du deine Mitarbeiter zusätzlich unterstützen. Du kannst zum Beispiel den Familienurlaub oder ein verlängertes Erholungswochenende mitfinanzieren.

     

  • Firmenfitness: Aktive Mitarbeiter erkranken nachweislich seltener, da Sport das Energielevel hebt, Stress reduziert und die Resilienz stärkt. Firmenfitness, also ein Zuschuss des Arbeitgebers für Fitnessstudios, trägt so direkt dazu bei, deinen Krankenstand zu senken.

     

3. Arbeitsschutz

Analysen zu Arbeitsunfähigkeitstagen zeigen, dass körperlich belastende und unfallträchtige Tätigkeiten besonders hohe Ausfallzeiten verursachen. Eine konsequente Prävention senkt hier nicht nur Fehlzeiten, sondern schützt auch dein Unternehmen vor Haftungsrisiken. Verbesserte Arbeitsschutzmaßnahmen, regelmäßige Sicherheitsschulungen und sichere Arbeitsmittel inklusive persönlicher Schutzausrüstung wirken sich im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements unmittelbar positiv aus.

 

4. Psychische Gesundheit stärken

Die Daten zeigen, dass psychische Erkrankungen und Angststörungen zu den häufigsten Ursachen für Fehlzeiten gehören. Du kannst hier an mehreren Stellen ansetzen: etwa mit fest etablierten Mental Health Days, die als bezahlte Tage zur mentalen Erholung oder für Arzttermine genutzt werden können, mit anonymen Beratungsangeboten oder mit Zuschüssen für Coaching und Psychotherapie über ein Gesundheitsbudget. Da Mitarbeiter sich nachweislich Gesundheit und Wohlbefinden wünschen, erhöhen solche Angebote gleichzeitig die Zufriedenheit und Bindung.

 

5. Wertschätzende Unternehmens- und Führungskultur

Umfragen zeigen, dass Wertschätzung von der Führungskraft und eine positive Unternehmenskultur für viele Beschäftigte wichtiger sind als ein hohes Gehalt. In einer Befragung gaben knapp 48 % der Arbeitnehmer an, dass ein gutes Arbeitsklima und eine wertschätzende Atmosphäre für sie das Wichtigste im Job sind, während nur rund 24 % ein attraktives Gehalt und Aufstiegschancen an erste Stelle setzen. Schenke gerne deinen Arbeitnehmern einen Gutschein – entweder monatlich oder für besondere Anlässe – als kleine Aufmerksamkeit, um ihre Arbeit direkt zu würdigen.

Genauso sind Schulungen für Führungskräfte eine Investition, die sich auszahlt. Denn laut der Gallup-Studie ist schlechte Führung einer der häufigsten Gründe für Unzufriedenheit am Arbeitsplatz und damit auch für organisatorisch bedingte Fehlzeiten.

 

6. Stärkenfokussierung

Je besser ein Mitarbeiter seine Stärken im Job einsetzen kann, desto eher erlebt er seine Arbeit als sinnvoll. Genau das spiegelt sich auch in den Krankentagen wider. Die Auswertung des Dachverbands der Betriebskrankenkassen zeigt: In Helfer- und Anlerntätigkeiten kommen Beschäftigte im Schnitt auf 31,3 Krankheitstage im Jahr, während komplexe Spezialistentätigkeiten nur 17,9 Tage erreichen. 

Für dich als Arbeitgeber heißt das: Setze deine Arbeitnehmer nicht dauerhaft fachfremd ein, sondern eröffne Aufstiegs- oder Spezialisierungsschritte. Wenn du Stärken gezielt nutzt, Weiterbildungen anbietest und Entwicklungspfade sichtbar machst, sinken innere Kündigungen und motivationsbedingte Fehlzeiten. Denn wo Entwicklung möglich und Perspektive vorhanden ist, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter sich über lange Fehlzeiten „schützen“ oder innerlich aussteigen.

7. Flexible Arbeitsgestaltung

Viele Mitarbeiter wünschen sich mehr Flexibilität, etwa durch Homeoffice-Optionen, mobiles Arbeiten und Gleitzeit. Mehr Freiheiten im Alltag ermöglichen es, Arzttermine, Kinderbetreuung oder kurze Erholungsphasen besser in den Alltag zu integrieren. Gleichzeitig kannst du mit echten Homeoffice-Regelungen verhindern, dass Mitarbeiter halbkrank ins Büro kommen und Kollegen anstecken.

 

8. Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung 

Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems gehören zu den Top-Diagnosen für Krankmeldungen. Ob im Büro, im Lager oder in der Produktion – ergonomisches Arbeiten ist einer der wichtigsten Hebel gegen Rückenbeschwerden und andere Muskel-Skeletterkrankungen. Mit höhenverstellbaren Tischen, ergonomischen Stühlen und abgestimmten Monitorhöhen kannst du in Büros viele Beschwerden präventiv verhindern.

 

9. Alltagsentlastende Benefits

Benefits fördern die Gesundheit dann besonders gut, wenn sie den Alltag deiner Mitarbeiter spürbar erleichtern:

  • Ein Essenszuschuss für frische, gesunde Mahlzeiten sorgt dafür, dass deine Leute nicht jeden Tag zur billigsten Option greifen müssen, sondern sich unterwegs oder in der Kantine vernünftig mit gesundem Essen versorgen können.

     

  • Eine Unterstützung bei der Kinderbetreuung nimmt massiven Druck aus dem Familienalltag. Denn wer weiß, dass das Kind gut betreut ist, kommt mit einem ganz anderen Kopf zur Arbeit.

     

  • Das Mobilitätsbudget, z. B. in Form von Tankgutscheinen oder Jobtickets, entlastet finanziell. Ergänzt du das durch Fahrrad Leasing, kommt ein zweiter Effekt hinzu: mehr Bewegung im Alltag und eine echte Alternative zu Stau und Parkplatzsuche.

So werden Benefits zu spürbaren Entlastungen, die die Gesundheit und Anwesenheit direkt unterstützen.

Mitarbeiter ständig krank? Zu hohen Krankenstand reduzieren mit become.1

Die Zahlen zeigen klar: Der Krankenstand in Deutschland bewegt sich auf einem historischen Höchststand. Für dich als Arbeitgeber bedeutet das, jetzt zu handeln. Denn mit den richtigen Maßnahmen lässt sich der Krankenstand nachhaltig senken und gleichzeitig die Mitarbeiterzufriedenheit steigern.

Dank der Benefits-Plattform von become.1 steht dir eine All-in-One-Lösung zur Verfügung, die genau darauf ausgelegt ist. Seit 2019 unterstützen wir über 1.000 Unternehmen in ganz Europa dabei, Mitarbeiter-Benefits einfacher und zugänglicher zu machen. Unsere App bietet eine zentrale und effiziente Lösung, um Incentives individuell zu gestalten und so den Weg zu einer modernen und attraktiven Unternehmenskultur zu ebnen. 

Wenn du deinen Krankenstand senken willst, kannst du become.1 gezielt integrieren. Du kombinierst zum Beispiel:

  • Gesundheitsbonus für präventive Gesundheitsmaßnahmen
  • Erholungsbeihilfe, um echte Erholung finanziell zu unterstützen
  • Bewegungsfördernde Zuschüsse wie Fitnessstudio oder Fahrrad Leasing
  • Essenszuschuss, damit Mitarbeiter jeden Tag gesünder essen können
  • Kinderbetreuungszuschuss, um Eltern im Alltag zu entlasten

So entsteht ein stimmiges System, das auf die zentralen Treiber von Fehlzeiten einzahlt: Gesundheit, Erholung, finanzielle Entlastung und Wertschätzung.

Wenn du den Krankenstand in deinem Unternehmen nicht länger einfach hinnehmen, sondern aktiv senken möchtest, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Entlaste deine Teams und erhöhe gleichzeitig die Attraktivität deines Unternehmens – mit der Benefits-Plattform von become.1.

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INHALTSVERZEICHNIS

FAQ

Ist Absentismus eine Krankheit?

Absentismus ist keine Krankheit und es ist bei der Analyse von Fehlzeiten wichtig, zwischen echten Erkrankungen und dem sogenannten Absentismus zu unterscheiden. Absentismus bezeichnet das wiederholte oder auffällige Fernbleiben vom Arbeitsplatz ohne eindeutige medizinische Ursache. Häufige Kurzzeit-Krankmeldungen, insbesondere an Montagen oder Freitagen, können ein Hinweis auf motivationsbedingte Abwesenheit sein.

Was dürfen Arbeitnehmer im Krankenstand nicht tun?

Während einer Krankschreibung sind Arbeitnehmer verpflichtet, alles zu unterlassen, was ihre Genesung verzögern könnte. Das bedeutet nicht, dass man das Bett nicht verlassen darf. Aktivitäten wie Spaziergänge oder Einkäufe sind in der Regel erlaubt, wenn sie der Genesung nicht entgegenstehen. Verboten ist jedoch alles, was den Heilungsprozess gefährdet, wie anstrengende sportliche Aktivitäten. Nebentätigkeiten für andere Arbeitgeber sind während der Krankschreibung grundsätzlich untersagt.

Was zählt zu betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM)?

Betriebliches Gesundheitsmanagement umfasst präventive und reaktive Maßnahmen, mit denen du die Gesundheit deiner Mitarbeiter stärkst. Dazu gehören der klassische Arbeitsschutz, Angebote zur Gesundheitsförderung im Arbeitsalltag und auch die gesetzlich vorgeschriebene betriebliche Wiedereingliederung nach längerer Krankheit.

Was sind reaktive Maßnahmen, um Fehlzeiten zu verringern?

Reaktive Maßnahmen setzen ein, wenn bereits Fehlzeiten aufgetreten sind. Darunter fällt das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM), das gesetzlich vorgeschrieben ist, wenn ein Mitarbeiter innerhalb von 12 Monaten länger als 6 Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig war. Individuelle Unterstützungsangebote wie psychologische Beratung, Coachings oder die Zusammenarbeit mit Betriebsärzten können bei häufigen oder langwierigen Erkrankungen helfen, Mitarbeiter nachhaltig zu unterstützen.

Kann man als Arbeitgeber ein ärztliches Attest ab dem 1. Tag verlangen?

Ein oft diskutiertes Thema ist die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab Tag 1. Laut Entgeltfortzahlungsgesetz müssen Arbeitnehmer erst ab dem vierten Krankheitstag ein ärztliches Attest vorlegen. Als Arbeitgeber kannst du jedoch verlangen, dass die Krankschreibung bereits ab dem ersten Tag eingereicht wird. Das kann bei häufigen Kurzzeiterkrankungen sinnvoll sein, sollte aber mit Augenmaß eingesetzt werden, um das Vertrauensverhältnis nicht zu belasten.

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