Mobilitätsbudget 2026: Vorteile, Beispiele und steuerliche Umsetzung für Arbeitgeber

Mobilitätsbudget: das Wichtigste in Kürze​

Steuervergünstigungen

Das Mobilitätsbudget bietet eine flexible Alternative zum Dienstwagen. Es hat steuerliche Vorteile, da es teilweise steuerfrei oder pauschal besteuert werden kann, was zu höheren Netto-Vorteilen im Vergleich zu Gehaltserhöhungen führt.

Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Das Mobilitätsbudget stärkt die Mitarbeiterbindung durch flexible, nachhaltige Mobilitätsoptionen. Arbeitnehmer profitieren von höherem Netto-Einkommen dank der steuerlichen Erleichterung.

Flexibel einsetzbar

Das Mobilitätsbudget kann individuell angepasst werden, um den Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht zu werden, sei es durch Tankgutscheine, Jobtickets oder Fahrradleasing.

Junge Frau mit Kopfhörern fährt entspannt im Bus und schaut aus dem Fenster

Wissensbox: Pendler in Deutschland – Zahlen & Fakten

  • 62 % der Berufspendler nutzen das Auto für den Arbeitsweg.
  • Rund 29 % fahren regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Etwa 22 % nutzen das Fahrrad.
  • Durchschnittliche Pendeldistanz: 17,2 km einfach.
  • 7,13 Mio. Pendler legen täglich über 30 km zurück.
  • München, Frankfurt & Hamburg sind die größten Pendler-Magneten.

Was ist das Mobilitätsbudget?

Das Mobilitätsbudget ist ein monatlicher Zuschuss, den Arbeitgeber ihren Mitarbeitern für die berufliche und oft auch private Mobilität zur Verfügung stellen können. Statt eines klassischen Dienstwagens erhalten Mitarbeiter einen festen Betrag, den sie flexibel für verschiedene Verkehrsmittel einsetzen können – sei es für den öffentlichen Nahverkehr, Fahrrad-Leasing, Tankkosten oder Carsharing.

Gesetzliche Grundlagen​​

Die gesetzlichen Regelungen für das Mobilitätsbudget sind in verschiedenen Gesetzen verankert:

  • § 3 Nr. 15 EStG: Steuerfreie Arbeitgeberzuschüsse für Jobtickets und den öffentlichen Nahverkehr.
  • § 3 Nr. 37 EStG: Steuerbefreiung für vom Arbeitgeber zusätzlich zum Lohn überlassene Dienstfahrräder und E-Bikes.
  • § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG: Steuerfreie Sachbezüge bis 50 € monatlich.
  • § 40 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 EStG: Lohnsteuerpauschale von 15 % für Fahrtkostenzuschüsse.
  • § 37b EStG: Pauschalversteuerung von Sachzuwendungen mit 30 %

Was beinhaltet das Mobilitätsbudget 2026?

Unternehmen können über das Mobilitätsbudget verschiedene Verkehrsmittel finanzieren – vom öffentlichen Personennahverkehr über das Fahrrad bis hin zum Tanken.

Deutschlandticket als Jobticket

Ab dem 01.01.2026 kostet das Deutschlandticket 63 € und darf steuer- und sozialabgabenfrei nach § 3 Nr. 15 EStG bezuschusst werden. Übernimmt der Arbeitgeber mindestens 25 % der Ticketkosten, kann – bei einem Rahmenvertrag mit einem Verkehrsunternehmen – zusätzlich der 5-%-Rabatt greifen. Dann kostet das Deutschlandticket als Jobticket nur 59,85 €. Das Deutschlandticket gilt übrigens für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Dieser ist komplett steuerfrei, auch außerhalb der 50-Euro-Grenze. Dazu zählen Regionalzüge, Straßenbahnen, U-Bahnen und Linienbusse.

Fernverkehr

Zum öffentlichen Fernverkehr zählen ICE, IC, EC und Fernbusse. Anders als beim ÖPNV sind Fernverkehrsfahrten nur dann steuerfrei, wenn sie sich auf den Arbeitsweg beziehen, private Fahrten sind grundsätzlich steuerpflichtig. Bei become.1 gibt es allerdings auch für Flixtrain oder Flixbus Gutscheine, die über den steuerfreien Sachbezug laufen. Diese sind nicht zweckgebunden und können sowohl für den Arbeitsweg als auch für private Wochenendtrips genutzt werden – komplett steuerfrei.

Tankgutschein

Für Mitarbeiter, die auf das Auto angewiesen sind, ist ein monatlicher Tankgutschein von bis zu 50 € eine attraktive Option. Dieser fällt unter den steuerfreien Sachbezug und kann unabhängig von anderen Zuschüssen gewährt werden.

Fahrrad-Leasing/Dienstrad

Für Angestellte, die gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, bietet sich ein steuerfreies Dienstfahrrad an. Ob klassisches Fahrrad oder E-Bike: Bike-Leasing ist kostenneutral für den Arbeitgeber (0,00 €) und über die Gehaltsumwandlung bis zu 70 % günstiger für Arbeitnehmer.

E-Scooter

Für kurze Strecken in der Stadt ist der E-Scooter eine praktische und schnelle Alternative. Auf der become.1-Plattform wird die Nutzung von E-Scootern als alternative Mobilitätsform über den Fahrtkostenzuschuss gemäß § 40 Abs. 2 S. 2 Nr. 1b EStG abgerechnet. Dabei gibt der Mitarbeiter die Entfernung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte an, und die Berechnung erfolgt automatisch mit 0,38 € pro Kilometer der einfachen Strecke. Der Arbeitgeber versteuert den Zuschuss pauschal mit 15 %, Sozialabgaben fallen nicht an. Für den Mitarbeiter kommt der volle Betrag ohne weitere Abzüge an.

Carsharing

Carsharing ist besonders attraktiv für Mitarbeiter, die nur gelegentlich ein Fahrzeug benötigen und sich die Kosten eines eigenen Autos sparen möchten. Da Carsharing keine öffentliche Verkehrsform ist, läuft der Zuschuss ebenfalls über den Fahrtkostenzuschuss.

Schon gewusst?

Die Klimakosten steigen kontinuierlich:

Der CO₂-Preis für Benzin und Diesel lag 2021 bei 25 € pro Tonne und wurde anschließend in jährlichen Schritten von etwa 10 € erhöht – 2025 auf 55 €. Bis 2027 ist gesetzlich ein weiterer Anstieg auf mindestens 65 € vorgesehen.

Damit ist das Mobilitätsbudget vor allem in Form von Tankgutscheinen finanziell eine große Entlastung.

Beispiele für das Mobilitätsbudget im Überblick

Verkehrsmittel

Steuerliche Behandlung

Deutschlandticket/Jobticket

Steuerfrei mit 5 % Rabatt bei ≥ 25 % AG-Zuschuss

ÖPNV

Steuerfrei

Fernverkehr

Steuerfrei nur für den Arbeitsweg

Tankgutschein

Steuerfrei bis 50 €/Monat (Sachbezug)

Dienstrad

Steuerfrei

Carsharing, E-Scooter

Fahrtkostenzuschuss: 0,38 €/km, 15 % pauschal versteuert, sozialabgabenfrei

 

Junge Frau schaut beim Rollerfahren in der Stadt auf ihr Smartphone

Wie wird das Mobilitätsbudget versteuert?

Die steuerliche Behandlung des Mobilitätsbudgets variiert:

1. Steuerfreier Sachbezug bis 50 € monatlich

Über den Sachbezug können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern monatlich bis zu 50 € steuerfrei zur Verfügung stellen – etwa in Form von Tankgutscheinen, Prepaid-Karten oder Guthaben für Mobilitätsanbieter (z. B. Flixbus/Flixtrain).

Voraussetzungen:

  • Zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn
  • Keine Barauszahlung
  • Die 50-€-Grenze darf nicht überschritten werden – sonst wird der gesamte Betrag steuerpflichtig
  • Auf der Lohnabrechnung auszuweisen (Wahlrecht)

Gemäß § 4 LStDV haben Unternehmen ein Wahlrecht, ob sie Sachbezüge in die Lohnbuchhaltung aufnehmen oder nicht. become.1 macht diesen Prozess besonders einfach: 

Durch die detaillierte Rechnungsstellung mit dedizierter Auflistung aller zugeflossenen Sachbezüge nach Personalnummer im Rechnungsanhang ist alles transparent dokumentiert. Das erspart Unternehmen aufwendige Korrekturen und Nachberechnungen in der Lohnabrechnung.

2. Steuerfreier ÖPNV-Zuschuss/Jobticket

Arbeitgeberzuschüsse für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind nach § 3 Nr. 15 EStG steuerfrei – unabhängig von der Höhe. 

Voraussetzungen:

  • Keine Gehaltsumwandlung
  • Anrechnung auf Entfernungspauschale
  • Im Lohnkonto aufzeichnen
  • Bei Barauszahlung gilt Nachweispflicht der Belege


Gut zu wissen:
Eine private Nutzung des ÖPNV-Tickets (z. B. am Wochenende) ist steuerlich unschädlich.

3. Pauschalversteuerung

Der Arbeitgeber kann dann Sachzuwendungen nach § 37b EStG mit 30 % pauschal versteuern und so seinen Mitarbeitern den vollen Betrag netto auszahlen. Die Pauschalsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer trägt der Arbeitgeber.

Voraussetzungen:

  • Zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt
  • Höchstbetrag von 10.000 € pro Mitarbeiter und Jahr
  • Nicht kombinierbar mit der 50-Euro-Sachbezugsfreigrenze für denselben Sachverhalt
  • Keine Auswirkung auf die Entfernungspauschale

Schon gewusst?

Mit become.1 ist es möglich, noch mehr aus dem Mobilitätsbudget herauszuholen:


59,85 € (ÖPNV-Zuschuss, z. B. Jobticket, steuerfrei) 

+ 50,00 € (Sachbezug, z. B. Tankgutschein, steuerfrei) 

= 109,85 € netto pro Monat


Der Mitarbeiter erhält den vollen Betrag ohne Abzüge.

Mobilitätsbudget in der Praxis

Jeder Arbeitsweg ist anders. Das Mobilitätsbudget entfaltet seinen Vorteil genau dadurch, dass es sich an die individuelle Lebenssituation anpasst.

Zwei Beispiele aus der Praxis:

Frau steht mit Smartphone und Kaffee vor einem Bus, Mann im Hintergrund

Lisa, 27 – Berufseinsteigerin in München

Situation: Lisa arbeitet als Junior Marketing Managerin in der Münchner Innenstadt. Sie wohnt in einer WG in Schwabing, hat keinen Führerschein und fährt täglich mit der U-Bahn ins Büro. Am Wochenende ist sie am liebsten in den Bergen unterwegs und hat sich deshalb über become.1 ein E-Bike geleast.

So nutzt Lisa ihr Mobilitätsbudget:

Baustein

AG-Betrag

Steuerliche Behandlung

Deutschlandticket (mit 5 % Rabatt)

59,85 €

Steuerfrei über ÖPNV-Zuschuss

Bike-Leasing (E-Bike)

0,00 € (AG-Kosten)

Kostenneutral für den Arbeitgeber über Gehaltsumwandlung, bis zu 70 % günstiger für Lisa

Gesamt

59,85 €

Komplett steuerfrei

Lisas Vorteil: Lisa hat dank des Mobilitätsbudgets 59,85 € mehr netto pro Monat zur Verfügung, das sind 718,20 € im Jahr. Zusätzlich spart sie mit dem Dienstrad-Leasing über become.1 bis zu 70 % im Vergleich zum Privatkauf ihres E-Bikes. Das Dienstrad-Leasing ist für ihren Arbeitgeber komplett kostenneutral (0,00 €) und Lisa bekommt einen weltweiten Rundum-Schutz inklusive.

Thomas, 42 – Familienvater im ländlichen Brandenburg

Situation: Thomas arbeitet als Teamleiter in der Produktion eines mittelständischen Unternehmens am Berliner Stadtrand. Er wohnt mit seiner Familie in einem Dorf, 35 km vom Arbeitsplatz entfernt. Thomas teilt sich das Auto mit seiner Frau. An Tagen, an denen sie den Wagen braucht, steigt Thomas flexibel auf die Regionalbahn um.

So nutzt Thomas sein Mobilitätsbudget:

Baustein

AG-Betrag

Steuerliche Behandlung

Tankgutschein

50,00 €

Steuerfrei über Sachbezug

Deutschlandticket
(mit 5 % Rabatt)

59,85 €

Steuerfrei über ÖPNV-Zuschuss

Gesamt

109,85 €

Komplett steuerfrei

Thomas’ Vorteil: Über die become.1-Plattform kann Thomas zusätzlich zum ÖPNV-Zuschuss einen 50-€-Gutschein pro Monat für den Tankgutschein oder für ausgewählte Mobilitätspartner einlösen – darunter Flixbus, Flixtrain, Uber, Europcar oder Lucky Bike. Damit ist er maximal flexibel.

Gehaltserhöhung oder Mobilitätsbudget – was lohnt sich mehr?

Eine der häufigsten Fragen von HR-Verantwortlichen: Lohnt es sich mehr, Mitarbeitern eine klassische Gehaltserhöhung zu geben – oder ein steuerfreies Mobilitätsbudget?

Die Antwort zeigt sich am besten mit den konkreten Zahlen unserer beiden Personas:

Rechenbeispiel Lisa

Lisas Mobilitätsbudget von 59,85 € (Deutschlandticket) ist komplett steuerfrei. Dazu kommt ihr E-Bike über das Dienstrad-Leasing von become.1, das ihren Arbeitgeber keinen Cent extra kostet. 

Damit ihr der gleiche Betrag von 59,85 € über eine klassische Gehaltserhöhung netto ausgezahlt wird, müsste der Arbeitgeber ihr Brutto um ca. 115 € anheben. Die Arbeitgeberkosten lägen dann bei etwa 138 € inkl. Nebenkosten.

Oder anders betrachtet: Gibt der Arbeitgeber die gleichen 59,85 € als Brutto-Gehaltserhöhung, kommen bei Lisa nur rund 31 € netto an. Die Nettoeffizienz einer Gehaltserhöhung liegt bei nur 52 %, beim Mobilitätsbudget sind es 100 %. 

Und das E-Bike gibt es mit dem Mobilitätsbudget von become.1 obendrauf, ohne zusätzliche Kosten für den Arbeitgeber und um 70 % günstiger für sie. Das wäre mit einer Gehaltserhöhung generell nicht möglich.

Rechenbeispiel Thomas

Thomas’ Mobilitätsbudget von 109,85 € (Tankgutschein + Deutschlandticket) ist komplett steuerfrei. Für das gleiche Netto-Ergebnis über eine klassische Gehaltserhöhung müsste sein Arbeitgeber das Brutto um ca. 220 € anheben und wegen der AG-Nebenkosten ca. 264 € zahlen.

Thomas erhält zwar in beiden Fällen 109,85 € mehr netto, aber mit dem Mobilitätsbudget spart der Arbeitgeber rund 154 € pro Monat (ca. 1.848 € pro Jahr) gegenüber einer klassischen Gehaltserhöhung. Gleichzeitig bleibt Thomas maximal flexibel: An den meisten Tagen fährt er mit dem Auto und nutzt den Tankgutschein, an anderen Tagen steigt er auf die Regionalbahn um.

Oben siehst du am Beispiel von Lisa und Thomas, warum eine klassische Gehaltserhöhung für denselben Nettoeffekt meist deutlich teurer für den Arbeitgeber ist, weil darauf Lohnsteuer und Sozialabgaben anfallen.

Was sind die Vorteile des Mobilitätsbudgets für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Das Mobilitätsbudget ist eine Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

3 Vorteile des Mobilitätsbudgets für Arbeitgeber

1. Mitarbeiter binden und begeistern

In einem hart umkämpften Arbeitsmarkt sind zusätzliche Benefits ein klarer Wettbewerbsvorteil. Das Mobilitätsbudget zeigt Wertschätzung und macht dich als Arbeitgeber attraktiver.

2. Kosteneffiziente Gehaltsalternative

Da das Mobilitätsbudget steuerlich begünstigt ist, fallen weniger Abgaben an als bei einer klassischen Gehaltserhöhung. Das bedeutet für dich als Arbeitgeber geringere Gesamtkosten bei gleichzeitig spürbaren Vorteilen für die Mitarbeiter.

3. Nachhaltig und zukunftsorientiert

Nutzen die Angestellten das Mobilitätsbudget statt Dienstwagen für umweltfreundliche Alternativen wie Fahrrad-Leasing oder das Deutschlandticket, förderst du klimafreundliches Pendeln und setzt ein starkes Zeichen für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz in deinem Unternehmen.

3 Vorteile des Mobilitätsbudgets für Arbeitnehmer

1. Mehr Netto in der Tasche

Pendler, die täglich mit der Bahn zur Arbeit fahren, können mit einem Zuschuss das Deutschlandticket finanzieren und haben diese Kosten jeden Monat indirekt gespart. Das entspricht einem spürbaren Einkommensvorteil ohne Abzüge.

2. Individuell anpassbar

Wer auf dem Land lebt und täglich eine längere Strecke zur Arbeit fährt, profitiert von einem Tankgutschein. Für Mitarbeiter, die in der Stadt wohnen, ist ein Zuschuss für das Deutschlandticket sinnvoll. Und für kürzere Arbeitswege kann ein Fahrrad-Leasing die perfekte Wahl sein. So hat jeder die Möglichkeit, den Zuschuss optimal für seinen Arbeitsweg einzusetzen.

3. Einfach und bequem

Im Gegensatz zur Pendlerpauschale, die erst mit der Steuererklärung am Jahresende wirksam wird, ist das Mobilitätsbudget eine monatliche Unterstützung. Arbeitnehmer müssen nicht auf eine spätere Erstattung warten, sondern können das zusätzliche Geld sofort für ihre Fahrtkosten nutzen.

Dienstwagen vs. Mobilitätsbudget: Was lohnt sich mehr?

Der klassische Dienstwagen war lange das Statussymbol unter den Corporate Benefits. Doch steigende Kosten und wachsender Nachhaltigkeitsdruck stellen Unternehmen vor die Frage: Lohnt sich der Firmenwagen noch – oder ist ein Mobilitätsbudget die bessere Alternative?

Kostenvergleich auf einen Blick

Kriterium

Dienstwagen

Mobilitätsbudget

Monatliche Kosten AG

ca. 400 €, variiert stark, da abhängig von Leasing, Versicherung, Wartung, Kraftstoff

50–150 € (je nach Modell und Umfang)

Besteuerung AN

1 % des Bruttolistenpreises/Monat

Steuerfrei bis 50 € (Sachbezug) bzw. steuerfrei für ÖPNV

Lohnnebenkosten AG

Geldwerter Vorteil erhöht SV-Bemessungsgrundlage

Keine SV-Beiträge auf steuerfreien Sachbezug

Verwaltungsaufwand

Hoch (Fuhrparkmanagement, Versicherung, Schadenabwicklung, Fahrtenbuch)

Gering (digitale Abrechnung über Plattform)

Flexibilität

Gering – an ein Fahrzeug gebunden

Hoch – freie Verkehrsmittelwahl

Nachhaltigkeit/CO₂

Hoher CO₂-Ausstoß (bei Verbrenner)

Geringer CO₂-Fußabdruck durch ÖPNV, Fahrrad, Carsharing

CSRD-Relevanz

Emissionen müssen dokumentiert und reduziert werden

Liefert automatisch CO₂-Daten und fördert nachhaltige Mobilität

 

Aus finanzieller und ökologischer Sicht geht das Mobilitätsbudget als klarer Gewinner hervor. Ein Dienstwagen macht hauptsächlich bei einer hohen Außendienstquote Sinn, also wenn Mitarbeiter regelmäßig lange Strecken zurücklegen, häufig Kundentermine wahrnehmen oder Material transportieren müssen.

Das Mobilitätsbudget als Wettbewerbsvorteil

Unternehmen, die auf ein Mobilitätsbudget setzen, sparen nicht nur Kosten, sondern zeigen auch Verantwortung für eine grünere Zukunft und leisten einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Sie unterstützen aktiv die Verkehrswende, tragen zur CO₂-Reduktion bei und stärken ihr nachhaltiges Image – ein klarer Wettbewerbsvorteil in Zeiten steigender ESG-Anforderungen und wachsender Erwartungen von Kunden, Partnern und Talenten.

Es ist ideal zur Stärkung der Corporate Social Responsibility (CSR). Jede Fahrt mit der Bahn oder dem Fahrrad entlastet die Umwelt und bedeutet reduzierte Emissionen, weniger Stau und mehr Lebensqualität, besonders in Großstädten ein entscheidender Hebel. 

Dementsprechend wird das Mobilitätsbudget zu einem entscheidenden Faktor im Employer Branding. Der Anteil der Angestellten, die vollständig im Homeoffice arbeiten, ist in den letzten Jahren stetig gesunken – viele Unternehmen setzen wieder stärker auf Präsenz. 

Bei diesen Forderungen gilt es, den Arbeitnehmern entgegenzukommen: Laut Sixt finden 48 % der AN Unternehmen attraktiver, wenn sie passende Mobilitätsangebote bieten, 55 % interessieren sich dabei besonders für umweltfreundliche Alternativen.

Young Professionals beim Brainstorming im modernen Co-Working-Space

In 3 einfachen Schritten zum Mobilitätsbudget mit become.1

Smartphone zeigt become.1 App mit Ausgabenübersicht für verschiedene Kategorien
Smartphone zeigt Informationen zur Kostenerstattung beim Mobilitätszuschuss (Mobility)
Smartphone zeigt genehmigte Mobilitäts-Zuschüsse in der become.1 App

Schritt 1: Mobility-Modul auswählen

Deine Mitarbeiter können das Mobility-Modul in der become.1-App auswählen, um ihre Fahrtkosten für verschiedene Verkehrsmittel einfach abzurechnen.

Schritt 2: Belege für Fahrten einreichen

Fahrten mit dem ÖPNV und dem öffentlichen Fernverkehr werden per Beleg-Upload eingereicht. Für alternative Verkehrsmittel wie Auto, Carsharing oder E-Scooter ist kein Beleg nötig – hier werden die Kilometer zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte auf der Plattform hinterlegt und automatisch mit 0,38 € pro Kilometer berechnet.

Schritt 3: Erstattung im nächsten Monatsgehalt erhalten

Nach erfolgreicher Prüfung wird die Erstattung im nächsten Monatsgehalt automatisch ausgezahlt. Die steuerliche Kategorisierung erfolgt automatisch über die Plattform.

Mobilitätsbudget als Teil deiner Benefits-Strategie – mit become.1

Mobilität neu gedacht: Mit dem Mobilitätsbudget profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen. Ob Deutschlandticket, Fahrrad-Leasing oder Tankgutschein – deine Mitarbeiter entscheiden, wie sie das Budget nutzen möchten.

Anders als reine Mobilitätsanbieter ist become.1 eine ganzheitliche Benefits-Plattform. Das Mobilitätsbudget ist dabei nur ein Baustein – neben Essenszuschuss, Sachbezugskarte, Gesundheitsbonus, Internetzuschuss und vielen weiteren steuerfreien Zusatzleistungen. Alles in einer App, alles rechtssicher, alles automatisch abgerechnet.

  • Mitarbeiter begeistern: Attraktive Benefits für mehr Zufriedenheit und Bindung.
  • Steuern sparen: Mobilitätsbudget clever nutzen und Lohnnebenkosten senken.
  • Nachhaltigkeit fördern: Mehr ÖPNV, weniger Stau, geringere CO₂-Emissionen.
  • Alles aus einer Hand: Mobilität und weitere Benefits auf einer einzigen Plattform verwalten.


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FAQ

Für wen ist die Mobilitätspauschale?

Die Mobilitätspauschale kann von allen Arbeitnehmern genutzt werden, egal ob sie in Vollzeit, Teilzeit oder im Minijob tätig sind.

Wie hoch ist das Mobilitätsbudget?

Das Budget kann individuell festgelegt werden. Häufig genutzt werden 50 € für Tankgutscheine oder bis zu 63 € für das Deutschlandticket.

Wie hoch ist die Fahrtkostenpauschale 2026?

Ab 2026 beträgt die Fahrtkostenpauschale:

  • 0,38 € pro Kilometer der einfachen Wegstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.

Pauschale Fahrtkostenzuschüsse unterliegen einer Lohnsteuerpauschale von 15 %, die vom Arbeitgeber getragen wird.

Wird das Deutschlandticket auf die Entfernungspauschale angerechnet?

Ja, aber nur bei steuerfreier Gewährung (§ 3 Nr. 15 EStG). Erhält ein Mitarbeiter das Deutschlandticket als steuerfreien Arbeitgeberzuschuss, mindert dieser Betrag die Entfernungspauschale in der Steuererklärung. 

Die Kürzung entfällt allerdings komplett, wenn der Arbeitgeber das Deutschlandticket nicht steuerfrei gewährt, sondern mit 30 % pauschal versteuert. Das lohnt sich vor allem für Mitarbeiter mit langen Pendelstrecken, die über die Entfernungspauschale eine hohe Steuererstattung erzielen.

Was ist der Unterschied zwischen Jobticket und Deutschlandticket?

Es gibt einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen Jobticket und Deutschlandticket:

  • Ein Jobticket ist ein vom Arbeitgeber bezuschusstes oder vollständig finanziertes Ticket für den öffentlichen Nahverkehr. Es kann individuell mit Verkehrsverbünden vereinbart werden und ist oft günstiger als reguläre Monatskarten.

  • Das Deutschlandticket ist eine bundesweit gültige ÖPNV-Flatrate für 63 €. Als Jobticket bleibt es steuerfrei, wenn der Arbeitgeber mindestens 25 % des Ticketpreises übernimmt – dann gibt es zusätzlich 5 % Rabatt.

Gilt das Mobilitätsbudget auch für die Wallbox, um meinen E-Dienstwagen zu laden?

Es gibt einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen Jobticket und Deutschlandticket:

  • Ein Jobticket ist ein vom Arbeitgeber bezuschusstes oder vollständig finanziertes Ticket für den öffentlichen Nahverkehr. Es kann individuell mit Verkehrsverbünden vereinbart werden und ist oft günstiger als reguläre Monatskarten.

  • Das Deutschlandticket ist eine bundesweit gültige ÖPNV-Flatrate für 63 €. Als Jobticket bleibt es steuerfrei, wenn der Arbeitgeber mindestens 25 % des Ticketpreises übernimmt – dann gibt es zusätzlich 5 % Rabatt.

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