Employer Branding: Mitarbeiter gewinnen & binden

Employer Branding bezeichnet den strategischen Aufbau und die Pflege deiner Arbeitgebermarke. Dein Marketing richtet sich an potenzielle Kunden, das Employer Branding an deine aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter.
Junge Mitarbeiterin lächelt, während sie positives Feedback auf dem Smartphone abgibt – Illustration der hohen Mitarbeiterzufriedenheit mit become.1 Benefits

Employer Branding: Das Wichtigste in Kürze

  • Der Fachkräftemangel macht Employer Branding heutzutage überlebenswichtig.
  • Steuerfreie Sachbezüge, Deutschlandticket und echtes Homeoffice überzeugen mehr als Standard-Angebote.
  • Zufriedene Mitarbeiter werden zu authentischen Botschaftern und reduzieren die Recruiting-Kosten.

Was ist Employer Branding? 

Employer Branding bezeichnet den strategischen Aufbau und die Pflege deiner Arbeitgebermarke. Dein Marketing richtet sich an potenzielle Kunden, das Employer Branding an deine aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter.

Im Kern beantwortet Employer Branding die Frage: Warum sollten sich talentierte Menschen für dein Unternehmen entscheiden und dort bleiben wollen? Dabei geht es nicht darum, ein geschöntes Bild zu vermitteln, sondern deine tatsächlichen Stärken als Arbeitgeber herauszustellen und kommunizierbar zu machen.

Während früher ein sicherer Arbeitsplatz und ein faires Gehalt ausreichten, erwarten Mitarbeiter heute deutlich mehr: echte Wertschätzung, sinnvolle Aufgaben, flexible Arbeitsmodelle und Benefits, die tatsächlich einen Mehrwert für ihr Leben bieten.

 

Schon gewusst?

Jobkandidaten haben mit jedem Jahr höhere Erwartungen an ihre potenziellen Arbeitgeber. Das zeigt eine Studie der Uni Bamberg aus dem Jahr 2019: 74,3 % der Befragten gaben an, höhere Anforderungen an Unternehmen zu stellen als früher. Im Jahr 2017 waren es noch 67,1 %.

Was sind die Ziele von Employer Branding?

Employer Branding verfolgt klare, messbare Ziele, die sich in 2 Hauptbereiche unterteilen lassen: interne und externe Zielsetzungen.

Interne Ziele von Employer Branding

Die internen Ziele von Employer Branding konzentrieren sich auf deine bestehenden Mitarbeiter und die Stärkung der Unternehmenskultur von innen heraus. Wo sich Menschen geschätzt und verbunden fühlen, bleiben sie – und dein Unternehmen wächst mit ihnen.

Die wichtigsten internen Ziele im Überblick:

  • Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung
  • Reduzierung der Fluktuation und damit verbundener Kosten
  • Erhöhung der Produktivität und des Mitarbeiterengagements
  • Entwicklung einer authentischen Unternehmenskultur
  • Förderung der internen Kommunikation und des Teamzusammenhalts

Externe Ziele von Employer Branding

Nach außen gerichtet verfolgt Employer Branding das Hauptziel, dich als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und die besten Talente für dein Unternehmen zu gewinnen. In Zeiten des Fachkräftemangels entscheidet oft die Wahrnehmung als Arbeitgeber darüber, ob sich qualifizierte Kandidaten überhaupt bei dir bewerben oder direkt zur Konkurrenz gehen.

Die zentralen externen Ziele:

  • Anziehung qualifizierter Kandidaten und Fachkräfte
  • Abgrenzung vom Wettbewerb als Arbeitgeber
  • Verbesserung der Arbeitgeberreputation
  • Stärkung der Arbeitgebermarke in der Öffentlichkeit
  • Reduzierung der Time-to-Hire durch bessere Kandidatenqualität

Schon gewusst?

Die HR-Digital Studie von Zalvus aus dem Jahr 2019 hat unter anderem das Besucherverhalten auf digitalen Jobinseraten untersucht. Dabei kam heraus, dass:

  • 66 % der Befragten die Seite nach der Sichtung der Jobdetails wieder verließen,
  • 32 % bereits nach wenigen Sekunden absprangen,
  • und weniger als 15 % Interesse an der Position zeigten.

Wieso ist Employer Branding so wichtig?

Der Arbeitsmarkt hat sich grundlegend gewandelt. Während Unternehmen früher aus einem großen Pool an Bewerbern auswählen konnten, herrscht heute in vielen Branchen akuter Fachkräftemangel. Gleichzeitig haben sich die Erwartungen der Arbeitnehmer dramatisch verändert.

Aktuelle Herausforderungen für Arbeitgeber am Arbeitsmarkt

Der Fachkräftemangel ist aktuell eine der größten Herausforderungen für den deutschen Arbeitsmarkt. Laut der globalen MPG-Studie für 2025 kämpfen in Deutschland 86 % der Unternehmen um Talente – das ist ein Rekordwert und liegt deutlich über dem globalen Durchschnitt von 74 %. Innerhalb von 10 Jahren hat sich der Anteil der Unternehmen, die Schwierigkeiten bei der Rekrutierung haben, sogar mehr als verdoppelt.

Daneben gibt es weitere Herausforderungen für Arbeitgeber:

  • Fachkräftemangel in nahezu allen Branchen
  • Hohe Fluktuation und damit verbundene Kosten
  • Veränderte Erwartungen der jüngeren Generationen
  • Intensiver Wettbewerb um die besten Talente
  • Negative Auswirkungen schlechter Arbeitgeberbewertungen

Was schwaches Employer Branding wirklich kostet

Die Generation Z und Millennials bringen andere Prioritäten mit: Work-Life-Balance, Sinnhaftigkeit der Arbeit und echte Wertschätzung stehen oft über dem reinen Gehalt. Sie informieren sich intensiv über potenzielle Arbeitgeber und entscheiden bewusst, wo sie arbeiten möchten.

Ohne durchdachtes Employer Branding läufst du Gefahr, unsichtbar zu werden. Talentierte Kandidaten entscheiden oft schon vor der ersten Kontaktaufnahme, ob dein Unternehmen interessant ist. Die Kosten einer schwachen Arbeitgebermarke sind erheblich: Hohe Fluktuation bedeutet hohe Recruiting-Kosten sowie Produktivitäts- und Wissensverlust.

Die finanziellen Auswirkungen schlechten Employer Brandings:

  • Erhöhte Recruiting-Kosten durch längere Suchzeiten
  • Produktivitätsverluste während der Einarbeitungszeit
  • Verlust von Fachwissen und Kundenbeziehungen
  • Höhere Gehaltsforderungen aufgrund mangelnder Attraktivität

Eine Gallup-Studie von 2024 bestätigt: Nur noch 9 % der Beschäftigten in Deutschland waren emotional stark an ihren Arbeitgeber gebunden – ein historischer Tiefstand, der sich in 113,1 Mrd. € Produktivitätsverlusten durch innere Kündigung und einer sinkenden Bleibebereitschaft von nur 34 % widerspiegelt.

Welche Maßnahmen zu Employer Branding gibt es?

Beim Employer Branding gibt es 2 Arten von Maßnahmen: interne und externe.

Interne Maßnahmen

Interne Employer Branding Maßnahmen richten sich an deine bestehenden Mitarbeiter und stärken die Unternehmenskultur von innen heraus. Sie sind die Basis für glaubwürdiges, externes Employer Branding.

Beispiele für interne Maßnahmen:

  • Entwicklung einer klaren Unternehmenskultur und Werteorientierung
  • Implementierung moderner Benefits und Mitarbeitervorteile
  • Förderung offener Kommunikation und regelmäßiges Feedback
  • Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten schaffen
  • Flexible Arbeitsmodelle und Work-Life-Balance fördern
  • Mitarbeiterevents und Teambuilding-Aktivitäten

Laut des WTW Global Benefits Attitudes Survey 2024 spielen Benefits neben Jobsicherheit und Bezahlung eine entscheidende Rolle bei der Mitarbeitergewinnung und -bindung. In Deutschland gaben 32 % der Befragten an, dass sie bei gleicher Tätigkeit und Gehalt wegen eines besseren Benefits-Angebots den Job wechseln würden. 

Besonders wichtig sind individuelle Benefits, die tatsächlich einen Mehrwert bieten. Statt Obstkorb und Getränken solltest du auf steuerfreie Sachbezüge, Mobilitätslösungen oder Gesundheitsförderung setzen.

Externe Maßnahmen

Externe Maßnahmen machen deine Arbeitgebermarke nach außen sichtbar und ziehen potenzielle Kandidaten an. Sie kommunizieren authentisch, was dich als Arbeitgeber auszeichnet.

Beispiele für externe Maßnahmen:

  • Professionelle Karrierewebsite mit authentischen Einblicken
  • Social-Media-Präsenz auf relevanten Plattformen
  • Aktive Pflege von Arbeitgeberbewertungsportalen
  • Employer Branding Content wie Videos und Mitarbeitergeschichten
  • Teilnahme an Karrieremessen und Recruiting-Events
  • Kooperationen mit Universitäten und Bildungseinrichtungen

Deine bestehenden Mitarbeiter sind dabei deine besten Botschafter. Wenn sie authentisch über ihr Arbeitsumfeld sprechen und das Unternehmen weiterempfehlen, wirkt das glaubwürdiger als jede Werbekampagne. Deshalb sollten interne und externe Maßnahmen immer Hand in Hand gehen.

Beispiel: Was ist gutes Employer Branding?

Hier ein Beispiel für gutes Employer Branding: Ein mittelständisches IT-Unternehmen punktet nicht mit dem üblichen „Wir sind eine große Familie“-Spruch oder bewirbt einen Obstkorb als Benefit, sondern bietet richtige Werte und Benefits für alle Angestellten:

Starke Arbeitgebermarken sprechen Klartext und liefern konkrete Fakten. Sie zeigen auf, was Mitarbeiter wirklich bekommen, statt mit Selbstverständlichkeiten zu werben.

Der Employer-Branding-Prozess in 5 Schritten

Eine erfolgreiche Employer-Branding-Strategie entwickelst du systematisch in 5 aufeinander aufbauenden Schritten.

Schritt 1: Employer-Branding-Strategie

Der 1. Schritt legt das Fundament für dein gesamtes Employer Branding. Du analysierst deine aktuelle Situation, definierst deine Ziele und entwickelst eine klare Positionierung als Arbeitgeber.

  • Ist-Analyse: Wie wirst du aktuell als Arbeitgeber wahrgenommen?
  • Zielgruppendefinition: Welche Mitarbeiter willst du ansprechen?
  • Wettbewerbsanalyse: Was machen andere Arbeitgeber in deiner Branche?
  • Unique Selling Proposition: Was macht dich als Arbeitgeber einzigartig?
  • Messbare Ziele: Welche konkreten Ergebnisse willst du erreichen?

Schritt 2: Branding

Im 2. Schritt entwickelst du deine Arbeitgebermarke und definierst, wie du nach außen auftreten willst. Du erstellst deine Employee Value Proposition – das Wertversprechen an deine Mitarbeiter.

  • Kernbotschaften: Was sind deine wichtigsten Arbeitgebereigenschaften?
  • Tonalität: Wie sprichst du mit deiner Zielgruppe?
  • Visuelle Identität: Wie stellst du dich als Arbeitgeber dar?
  • Authentizität: Stimmt dein Versprechen mit der Realität überein?

Schritt 3: Engagement

Der 3. Schritt fokussiert sich auf deine bestehenden Mitarbeiter. Du schaffst eine Kultur, in der sich deine Teams wohlfühlen und zu Botschaftern deines Unternehmens werden.

  • Interne Kommunikation: Regelmäßige, transparente Information
  • Benefits-Programm: Moderne Mitarbeitervorteile implementieren
  • Feedback-Kultur: Mitarbeitergespräche und Verbesserungsvorschläge
  • Weiterentwicklung: Karrieremöglichkeiten und Weiterbildung anbieten

Schritt 4: Recruiting

Im 4. Schritt machst du deine Arbeitgebermarke für potenzielle Kandidaten sichtbar. Du entwickelst Recruiting-Maßnahmen, die deine Zielgruppe ansprechen und überzeugen.

  • Stellenanzeigen: Authentische, ansprechende Ausschreibungen
  • Karrierewebsite: Professionelle Darstellung deines Unternehmens
  • Social Media: Präsenz auf relevanten Plattformen
  • Candidate Experience: Positiver Bewerbungsprozess gestalten

Schritt 5: Retention

Der 5. Schritt sorgt dafür, dass deine besten Mitarbeiter langfristig bei dir bleiben. Du entwickelst Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und kontinuierlichen Verbesserung.

  • Onboarding: Professionelle Einarbeitung neuer Mitarbeiter
  • Entwicklungspläne: Individuelle Karrierewege aufzeigen
  • Benefits-Optimierung: Regelmäßige Anpassung der Mitarbeitervorteile
  • Mitarbeiterbefragungen: Kontinuierliches Feedback einholen und umsetzen

Employer Branding durch Mitarbeiter-Benefits stärken

Benefits schaffen konkrete, greifbare Vorteile für deine Mitarbeiter und zeigen echte Wertschätzung.

  • Sofortige Wahrnehmung → Mitarbeiter spüren die Vorteile von Benefits direkt und können deren Wert konkret beziffern.
  • Emotionale Bindung → Individuell abgestimmte Zusatzleistungen vermitteln echte Wertschätzung und stärken das Zugehörigkeitsgefühl zur Organisation nachhaltig.
  • Differenzierung → Benefits machen dein Unternehmen sichtbar attraktiver – besonders im Vergleich zu Wettbewerbern mit veralteten Standardangeboten wie Obstkörben.

Freiwillige Zusatzleistungen und Mitarbeiter-Benefits haben sich zu einem zentralen Instrument entwickelt, um die Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. Eine aktuelle Roland-Berger-Studie mit über 1.700 befragten HR-Verantwortlichen zeigt: 

Unternehmen in Deutschland bieten ihren Angestellten im Schnitt 6,6 verschiedene Benefits an – Tendenz steigend. Für das Jahr 2025 planen sie durchschnittlich 1,4 weitere Leistungen einzuführen. 89 % der Unternehmen verfolgen damit eine stärkere Bindung und höhere Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Gleichzeitig kämpfen viele Personalverantwortliche mit einem unübersichtlichen Markt: Über 80 % empfinden das Angebot an Benefits als intransparent und ein Großteil kennt steuerliche Fördermöglichkeiten nur unzureichend. So verschenken Unternehmen Potenzial – sowohl bei den Kosten als auch bei der Wirkung auf die eigene Arbeitgebermarke.

become.1: Deine Benefits-Plattform für starkes Employer Branding

Gut, dass es become.1 gibt: Wir schaffen Transparenz auf dem Markt und machen Benefits endlich einfach. Als Benefits-Plattform unterstützen wir bereits über 1.000 Unternehmen dabei, ihre Mitarbeiter mit echten Mehrwerten zu begeistern – nicht mit dem berüchtigten Obstkorb, der niemandem die Miete zahlt.

Unsere Plattform bietet dir alles aus einer Hand: Von der become.1 Card als flexible Sachbezugskarte über digitale Gutscheine bis hin zu Essenszuschüssen, Mobilitätsbudgets und Gesundheitsboni. Du kannst aus 4 verschiedenen Paketen wählen oder dir nach dem Baukasten-Prinzip deine individuellen Benefits zusammenstellen.

Und das Beste: Die Integration in deine bestehende Personalsoftware läuft nahtlos und der administrative Aufwand reduziert sich auf ein Minimum – dabei ist alles 100 % rechts- und steuerkonform.

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INHALTSVERZEICHNIS

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Employer Branding und Personalmarketing?

Personalmarketing fokussiert sich auf kurzfristige Recruiting-Maßnahmen und die Gewinnung neuer Mitarbeiter. Employer Branding hingegen ist ein strategischer, langfristiger Ansatz, der sowohl die Gewinnung als auch die Bindung von Mitarbeitern umfasst und eine authentische Arbeitgebermarke aufbaut.

Wer profitiert von Employer Branding?

Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer profitieren von starkem Employer Branding. Unternehmen gewinnen leichter qualifizierte Mitarbeiter, reduzieren die Fluktuation und sparen Recruiting-Kosten. Mitarbeiter erhalten bessere Arbeitsbedingungen, moderne Benefits und arbeiten in einem Umfeld, das ihre Werte teilt.

Was sind die 4 Säulen des Employer Brandings?

  1. People: Deine Mitarbeiter und Führungskräfte prägen deine Arbeitgebermarke maßgeblich. Sie sind die authentischsten Botschafter deines Unternehmens und vermitteln die gelebte Unternehmenskultur.
  2. Purpose: Der Sinn und Zweck deines Unternehmens sowie die Mission, für die ihr steht. Mitarbeiter wollen verstehen, welchen Beitrag sie leisten und warum ihre Arbeit wichtig ist.
  3. Place: Das Arbeitsumfeld, sowohl physisch als auch kulturell. Dazu gehören Büroräume, Arbeitsplätze, aber auch Flexibilität, Homeoffice-Möglichkeiten und die Art, wie alle zusammenarbeiten.
  4. Product: Was dein Unternehmen anbietet – sowohl die Produkte oder Dienstleistungen als auch die Benefits und Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter.

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