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Gehaltserhöhung 2026: Das Wichtigste in Kürze
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Für 2026 prognostiziert eine Analyse von Kienbaum eine durchschnittliche Gehaltssteigerung von 3,1 % über alle Hierarchielevel hinweg – sowohl für Berufseinsteiger als auch für Führungskräfte.
Wie hoch die individuelle Steigerung ausfällt, hängt stark von der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens ab: Firmen mit herausfordernden Geschäftsjahren planen mit etwa 2,3 %. Unternehmen, die wirtschaftlich gut aufgestellt sind, rechnen mit rund 3,3 %.
Auch die Branche spielt eine Rolle. Gut laufende Bereiche wie die IT-Branche erwarten eine 3,3-prozentige Steigerung. In der schwächelnden Automobilindustrie liegt der Wert dagegen bei 2,5 %.
Im Vergleich zu den Vorjahren fällt die Gehaltsentwicklung moderater aus. 2023 lag der Anstieg bei einem Hoch von 4,9 %, 2024 waren es 4,7 %, 2025 noch 3,8 %. Der Rückgang ist ein weltweiter Trend, der durch mehrere Faktoren beeinflusst wird.
2022 lag die Inflation bei 8,7 % und erreichte damit einen langjährigen Höchststand. Mittlerweile hat sie sich auf etwa 2 % eingependelt. Damit spielt die Preisentwicklung, die 2024 noch ein zentraler Anlass für Gehaltsanpassungen war, 2026 eine weniger wichtige Rolle.
2025 war der Fachkräftemangel der Hauptgrund für Gehaltserhöhungen. 2026 sind es die Unternehmensleistung und die gesamtwirtschaftliche Lage, die eine Kostenkontrolle erzwingen.
Aktuell möchten Unternehmen weniger Geld für Personalkosten ausgeben. In den letzten Monaten haben Arbeitgeber darauf reagiert, indem sie weniger Stellen ausgeschrieben und Personal abgebaut haben. Auch 2026 wollen viele Unternehmen ihr Personalkostenbudget stabil halten oder senken und auf natürliche Fluktuation oder Kündigungen setzen.
Die Priorität der Unternehmen liegt daher nicht darin, hohe Gehälter zu zahlen, um Fachkräfte anzuwerben. Da branchenübergreifend weniger Stellen ausgeschrieben werden, sind bestehende Mitarbeiter weniger wechselwillig. Dadurch entfällt auch die Notwendigkeit, Gehälter präventiv zu erhöhen. Aus Sicht der Unternehmen hat sich der Arbeitsmarkt etwas entspannt.
Tarifverträge sind Vereinbarungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Sie legen Mindestentgelte, Branchenmindestlöhne und Entgeltgruppen für höherwertige Tätigkeiten fest. Ihr Ziel ist es, Löhne, Gehälter und Sonderzahlungen regelmäßig zu erhöhen und Einkommenssteigerungen verbindlich abzusichern.
Ein prägnantes Beispiel liefert der öffentliche Dienst: ver.di hat Anfang 2024 rund 11,5 % mehr Lohn verhandelt. Der Bund hat das Ergebnis auf Beamte übertragen und dafür einen entsprechenden Gesetzesentwurf zur Besoldung und Versorgung angepasst.
Im Niedriglohnsektor profitieren rund 6,6 Millionen Beschäftigte ab 2026 von einer erneuten Anhebung des Mindestlohns in 2 Stufen. Der Stundenlohn steigt zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro und zum 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro.
Besonders Frauen und Arbeitnehmer aus Ostdeutschland profitieren davon, da hier Gehälter häufiger unterhalb der neuen Grenze liegen. Auch je nach Branche und Anstellungsart fallen die Auswirkungen unterschiedlich aus. Im Gastgewerbe arbeiten 56 % der Beschäftigten für ein Gehalt unter dem neuen Mindestlohn.
Für Minijobber wirkt sich die Erhöhung ebenfalls aus. Lag die Obergrenze 2025 noch bei 556 Euro, steigt sie ab 2026 auf 603 Euro.
Das Entgelttransparenzgesetz, das 2017 eingeführt wurde, um Entgeltdiskriminierung aufzudecken und mehr Lohntransparenz zu schaffen, wird 2026 erneuert. Ab dem 7. Juni 2026 müssen Unternehmen die neuen Vorgaben verbindlich umsetzen.
Die Anpassung soll das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen weiter verringern. Das ist entscheidend, denn laut dem Statistischen Bundesamt lag der Gender Pay Gap 2024 noch bei 16 %.
Neu ist, dass Gehaltsspannen künftig bereits in Stellenanzeigen oder vor dem Bewerbungsgespräch offengelegt werden müssen. Unternehmen müssen zudem erklären, welche Kriterien für die Vergütung gelten und welche Voraussetzungen für eine Beförderung erwartet werden.
Unabhängig von der Unternehmensgröße erhalten Angestellte einen Auskunftsanspruch. Das bedeutet, sie können die durchschnittliche Vergütung für vergleichbare Beschäftigungen erfragen. Zusätzlich müssen Unternehmen Berichte über geschlechtsspezifische Gehaltsunterschiede erstellen.
Wer eine Gehaltserhöhung ansprechen möchte, sollte dafür einen passenden Moment wählen. Ideal eignen sich jährliche Mitarbeitergespräche. Auch nach dem Abschluss eines erfolgreichen Projekts oder vor der Budgetplanung bietet sich ein Gespräch an.
Eine Gehaltsverhandlung sollte immer vorab angefragt werden. Das geht mündlich oder schriftlich per Mail. Die Gehaltserhöhung im Gespräch zu verhandeln, ist oft die beste Grundlage, um eine persönliche Verbindung zu schaffen und direkt auf die Reaktionen des Gegenübers eingehen zu können.
Wer eine Gehaltsverhandlung schriftlich anfragen möchte, ist oft nervös und möchte nichts Falsches schreiben. Grundsätzlich gilt hier: weniger ist mehr.
Deine E-Mail sollte kurz und prägnant formulieren, was die Absicht deiner Nachricht ist. Ausführlich kannst du deinen Standpunkt später im tatsächlichen Gespräch erläutern. Das wirkt souverän und gibt dem Vorgesetzten dennoch alle wichtigen Informationen.
Für eine erste Orientierung kannst du unser Beispiel nutzen. Aber aufgepasst: Passe die Formulierungen immer an deine Unternehmenskultur und dein Verhältnis zum Vorgesetzten an.
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Betreff: Bitte um ein Gespräch zur Gehaltsentwicklung Sehr geehrte/r Herr/Frau [Name des Vorgesetzten], ich möchte gerne ein persönliches Gespräch mit Ihnen vereinbaren, um über meine aktuelle Vergütung sowie meine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen zu sprechen. In den vergangenen Monaten habe ich [1–3 Beiträge zum Unternehmenserfolg nennen, zum Beispiel:
Vor diesem Hintergrund würde ich gerne eine mögliche Gehaltsanpassung mit Ihnen besprechen. Teilen Sie mir gerne einen Termin mit, der für Sie gut passt. Vielen Dank im Voraus für Ihre Zeit. Mit freundlichen Grüßen |
Viele Mitarbeiter fragen sich, wie sie mehr Gehalt fordern. Weitere, passende Formulierungen und Sätze für die Gehaltserhöhung haben wir hier für dich gesammelt.
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Ein positiver Einstieg schafft eine gute Grundlage. Du kannst schreiben: „Ich arbeite seit [Datum] als [Position] und bin stets motiviert, einen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten.“ Reflektiere anschließend über die gemeinsame Zeit im Unternehmen. Zum Beispiel: „In den vergangenen X Jahren bei [Unternehmen] konnte ich mich dank der Zusammenarbeit im Team kontinuierlich weiterentwickeln.“ Zeige Wertschätzung, indem du dich für bereits gesammelte Erfahrungen bedankst: „Ich bin Ihnen dankbar für das Vertrauen und die Einblicke, die ich im Bereich [Projekt/Bereich] gewinnen konnte.“ Um deinen Mehrwert zu verdeutlichen, eignen sich Formulierungen, die konkrete Ergebnisse nennen: „Meine erweiterte Verantwortung umfasst seit [Datum] die [neue Aufgabe]. Sie führte zu [messbarer Erfolg, z. B. Effizienzsteigerung von X %].“ „Ich habe das Projekt [Name] erfolgreich abgeschlossen und dabei eine Kostenersparnis von X Euro erzielt.“ Nun leitest du zu deinem Gehaltswunsch über. Eine mögliche Formulierung lautet: „Auf Basis von [Argument 1] und [Argument 2] halte ich eine Anpassung meines Gehalts auf X Euro brutto im Jahr für angemessen.“ Zeige außerdem, dass du langfristig mit dem Unternehmen wachsen möchtest: „Ich sehe meine berufliche Zukunft weiterhin bei [Unternehmen] und freue mich darauf, die kommenden Ziele aktiv mitzugestalten.“ Schließe deinen Text positiv ab: „Ich bin zuversichtlich, dass wir eine faire und zukunftsorientierte Lösung finden werden, und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“ |
In eine Gehaltsverhandlung solltest du gut vorbereitet hineingehen. Fokussiere dich auf klare Fakten statt auf emotionale Aussagen und stelle deine Leistungen für das Unternehmen heraus.
Starke Argumente, die für deine Gehaltserhöhung sprechen, sind stets klar und nachvollziehbar.
Wer eine Gehaltserhöhung 2026 erhalten möchte, sollte einige typische Fehler vermeiden:
Ein höheres Gehalt solltest du immer im Zusammenhang mit deinen eigenen Leistungen und deinem persönlichen Beitrag zum Unternehmen verhandeln. So bleibst du professionell und überzeugst mit Fakten.
In einer Gehaltsverhandlung solltest du nicht zu distanziert wirken. Ein lockerer Einstieg, eine kurze persönliche Anekdote oder ein kleiner Einblick in deinen Alltag machen dich nahbarer und stärken die Beziehung zu deinem Vorgesetzten.
Für mehr Sicherheit kannst du dich an folgenden Punkten orientieren:
Wird dein Vorschlag abgelehnt, kannst du alternative Benefits wie steuerfreie Sachbezüge, Boni, zusätzliche Urlaubstage und Weiterbildungen aushandeln.
Hole dir außerdem Feedback, was du künftig verbessern musst, damit eine Gehaltserhöhung möglich wird. Frage nach, welche Qualifikationen oder Erfahrungen erwartet werden und welcher Zeitrahmen realistisch ist, um das Thema erneut aufzugreifen.
Dokumentiere die Ergebnisse des Gesprächs. Deine Notizen helfen dir bei zukünftigen Verhandlungen, vor allem dann, wenn du die vereinbarten Schritte erreicht hast.
Möchtest du deinen Chef überzeugen, einer Gehaltserhöhung zuzustimmen, kannst du einige psychologische Effekte nutzen.
So bleibt dein wichtigstes Argument am besten im Gedächtnis und deinem Vorgesetzten wird eine potenzielle Gegenargumentation erschwert.
Mit den Mitarbeiter-Benefits von become.1 erhalten die Arbeitnehmer jeden Monat steuerfreie Sachbezüge bis zu 50 Euro, zum Beispiel als Sachbezug per Gutschein oder Firmenfitness, Zuschüsse wie Essenszuschuss oder Mobilitätszuschuss und Gehaltsumwandlung wie IT-Leasing oder Bikeleasing. Das sorgt für mehr Netto vom Brutto, ohne dass der Arbeitgeber direkt den Lohn erhöhen muss.
Wenn du Benefits ansprechen möchtest oder eine Alternative brauchst, falls deine Gehaltsforderung abgelehnt wird, nutze unsere Benefit-Checkliste für deine nächste Gehaltsverhandlung. Damit gehst du vorbereitet und abgesichert in jedes Gespräch.
Ein Recht auf eine Gehaltserhöhung besteht nur, wenn das im Arbeitsvertrag geregelt ist. Das ist zum Beispiel oft nach der Probezeit der Fall. Ohne vertragliche Regelung kannst du nach etwa 1 bis 2 Jahren selbst aktiv werden. Berufseinsteigern wird empfohlen, mindestens 2 Jahre zu warten. Mitarbeiter mit langjähriger Berufserfahrung können bereits nach rund einem Jahr das Gespräch suchen.
Die Begriffe Gehaltserhöhung und Gehaltsanpassung sind synonym. Allerdings empfinden viele den Term Gehaltsanpassung als etwas sachlicher und professioneller, vor allem in formellen Gesprächen oder Schreiben.
Lohn erhöhen bedeutet im Kern dasselbe wie Gehalt erhöhen. Gehalt bezieht sich auf einen festen Monatsbetrag. Der Lohn orientiert sich dagegen an der tatsächlich geleisteten Stundenanzahl und kann daher monatlich schwanken.
Ja, das ist möglich. Sinnvoll ist es, auf Anlässe wie das Jahresgespräch zu warten und die Forderung mit Erfolgen und handfesten Argumenten zu untermauern. In vielen Betrieben ist eine regelmäßige, oft als jährliche Gehaltserhöhung vereinbarte Anpassung aber ohnehin üblich.
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